2010 Krankheit der Jugend

Ferdinand Bruckner

Regie: Hänel; Birgmeier

Ferdinand Bruckners Theaterstück aus den Zwanzigerjahren ist in letzter Zeit wieder häufiger auf deutschen und internationalen Bühnen zu sehen. – Worin liegt seine Aktualität? Sieben junge Mediziner – kurz vorm Examen, als ewige Studenten oder bereits promoviert – leben in einer Wohngemeinschaft und sind auf der Suche nach dem Sinn ihrer als grundlos empfundenen Existenz und Zukunft. Ihre Krankheit ist der Befund seelischer Leere und sich letztlich entladender Aggressivität und eines fragwürdigen Verständnisses von Wissenschaft, in der jeder den anderen nur als experimentellen Spielball eigener Wünsche missbraucht. Maries Einsicht:„Ruhig nebeneinander sitzen. Zusammenleben – Nicht sprechen.“ kann sich im Reigen gegenseitiger Unterwerfungen nur als gut gemeinte Utopie behaupten.  Die leidenschaftliche Folgerung von Desiree:„Nur ein Schrittchen weiter aus dem Fieber der Wollust heraus, nur ein Schrittchen über den Schmerz hinaus – und man erwacht nie mehr wieder. Wie wäre das herrlich, Marie.“ kann sich da nur um so konsequenter erweisen. Das Theaterensemble der Universität Kassel stellt sich diesen Zumutungen…

Ensemble

  • Marie: Stefanie Gutsche
  • Desiree: Nelly Sommerfeld
  • Irene: Irina Wiedemann
  • Freder: Ulrike Schaumburg
  • Petrell: Merle Sölter
  • Alt: Claudia Hertig
  • Lucy: Sigrid Griese

Technik

  • Christian Köhn

Leitung / Regie

  • Volker Hänel
  • Ulrike Birgmeier

Presse

Hna Artikel,    Hna Ausschnitt,

Advertisements